Schlagloch Geburtstag und Umzugsparty! 27. bis 29.4.2018

Der Wagenplatz Schlagloch wird 1! Das wollen wir gebührend mit euch feiern und fahren daher mit einem fetten Programm auf, das sich zu genießen lohnt!
Zugleich wird die Sause der Abschied aus Wellsee sein – das Wochenende ist also eine letzte Chance uns dort zu besuchen.

*Programm*

Freitag, 27.4., ab 20h, Wagenplatz Schlagloch
– Party
– DJ Stuff
– Lecker Essen
– Feuertonne

Samstag 28.4., ab 20h, Alte Meierei
Schlagloch goes Alte Meierei und unterstützt das Anitra Soli Kasinow (https://www.facebook.com/events/723184191403468/)
– Dosenwerfen
– Popcorn

Sonntag, 29.4., ab 12h, Wagenplatz Schlagloch
– Mitbringbrunch
– 15h Vortrag Updates und Zukunft vom Schlagloch
– zeitgleich zum Vortrag Kinderprogramm
– Spiel und Spaß für Groß und Klein: Schnitzeljagd, Zeckendreikampf und vieles mehr
– Abriss

 

 

Zeckendreikampf:
– bildet Teams und gebt euch einen verheißungsvollen Namen
– meldet euch bis 15 Uhr an
– tretet in drei Disziplinen gegeneinander an und macht die anderen fertig…
– Sieger*innenehrung am Schluss

Kommt längs, bringt Matschhose und Gummistiefel sowie eure Freund*innen mit und lasst uns gemeinsam diese große Fläche nochmal richtig ausnutzen!

Übernachten:
Fühlt euch eingeladen eine oder mehrere Nächte bei uns zu zelten oder im eigenen Wagen zu schlafen. Es wird einige wenige Schlafplätze in einem Wagen geben.

Parken:
Wer mit einer Karre kommt, in der sie*er auch das ganze Wochenende pennt usw kann gerne auf unserer Einfahrt stehen, direkt von der B404 abgehend. PKWs parken bitte an der Edisonstraße auf dem Seitenstreifen bei Edisonstraße Nr. 1.

Anfahrt:
– Bus: zu den Bushaltestellen Edisonstraße/B404, IG Wellsee oder Edisonstraße
– Rad aus Gaarden: über die Segeberger Landstraße, Liselotte-Hermann-Sraße, Kreisauer Ring, Edisonstraße
– Rad vom Westufer: B404, Barkauer Straße, Wellseedamm, Liebigstraße, Edisonstraße

https://www.facebook.com/events/213032039469182/?active_tab=about

Brachland zu Wagenplatz! – Aufruf zur gemeinsamen Flächensuche!

Moin!

Einige Zeit ist es her, dass wir mal wieder was von uns hören lassen
haben.

Ein ereignisreiches Jahr mit Besetzung, diversen Umzügen, Verhandlungen,
Demos und so weiter liegt hinter uns. Jetzt ist der Wagenplatz
Schlagloch seit August 2017 auf der städtischen Fläche in Wellsee an der
Ecke Edisonstraße / B404. Dies ist unser Winterquartier. Wir können und
wollen hier nur bis Mai 2018 bleiben. Unterdessen gehen die
Verhandlungen mit der Stadt für die Zeit danach weiter. Wir sind mit der
Stadt über einige Flächen im Gespräch gewesen und über viele auch immer
noch. Es zeigt sich leider immer wieder, dass nicht nur der Prüner
Schlag als ehemals öffentliche/städtische Fläche an einen Privatinvestor
verkauft wurde und nun seit langer Zeit brach liegt, sondern dass das an
vielen Orten in dieser Stadt der Fall zu sein scheint.

* Darum nochmal der Aufruf an alle:

*** Wenn du öfters an einer Fläche vorbeikommst, eine kennst oder von
einer gehört hast, die schon längere Zeit brach liegt, dann berichte uns
doch gerne von ihr. Vielleicht eignet sie sich ja gut als neuer Ort für
unseren und euren Wagenplatz und Freiraum! ****

Schreibt uns an: pruener_schlagloch@riseup.net oder hier über den Blog.

In diesem Sinne: Brachland zu Wagenplatz – Leerstand zu Wohnraum!

Solidarische Grüße, eure Wagengruppe Schlagloch

Update aus dem Matsch

Moin ihr Lieben*,

wir stehen nach wie vor in Wellsee an der Ecke B404/ Edisonstr. So langsam wird es winterlich, kalt und regnerisch und wir versinken im Matsch. Da wir noch keinen Gemeinschaftswagen haben, machen wir bis auf weiteres erstmal keine KüfA, denn das draußensitz-Wetter ist so langsam vorbei. Wir freuen uns trotzdem weiterhin über Besuch.

Falls ihr gute und nachhaltige Ideen habt, wie wir den Matsch besiegen können, freuen wir uns darauf sie zu hören.

Auch über weitere Ideen was Flächen angeht freuen wir uns, da wir weiterhin auf der Suche sind.

Habt es schön warm und bis bald.

Euer Schlagloch

Wagenplatz ist umgezogen!

Nach langem Hin und Her mit der Stadt haben wir jetzt endlich eine Bleibe für den Winter gefunden. Seit Montag Abend stehen wir mit unseren Wagen in der Edisonstraße/Ecke B404.

Nach einem turbulenten Sommer mit vielen Umzügen sind wir froh darüber, auf der großen grünen Wiese bis April nächsten Jahres bleiben zu können.

Zwar erfüllt diese Fläche nicht unsere Forderung nach einem innerstädtischen Freiraum, dennoch bietet sie viel Potential zum Neudenken des Begriffes „Freiraum“. Darum freuen wir uns nun darauf diesen Ort gemeinsam mit euch zugestalten.

Da die kalte Jahreszeit nicht mehr weit ist und wir nun auch die Möglichkeit haben Infrastrktur aufzubauen, laden wir Euch zu einem Bauwochenende am 16./17. September ein.

Weitere Infos folgen!

Was wir dafür und überhaupt so gebrauchen können:

  • Feuerholz
  • Bauholz (z.B. Bohlen, Vierkantholz)
  • Paletten
  • Gehwegplatten
  • Solarlampen
  • Kerzen
  • Feuertonne
  • Astschere
  • Leiter

Wenn ihr was von den genannten Dingen habt, oder wisst wo mensch es her bekommt, schreibt oder sprecht uns an!

Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild! Nach wie vor freuen wir uns sehr über euren Besuch!

Wagenplatz Schlagloch zieht um! Info-Veranstaltung, Sonntag 13.08.

Der Wagenplatz Schlagloch zieht um!

Wieso? Wohin? Warum?

Kommt vorbei zur Info-Veranstaltung und Diskussion am Sonntag, den 13.08.17 um 18 Uhr, an unserem derzeitigen Standort am Ende der Hofteichstraße!

Inklusive Input zum Thema: “Ausverkauf Städtischer Flächen a.k.a. private-public-partnership“

Wir freuen uns auf euch!

News und Redebeitrag

Moin ihr Lieben,

wie ja heute bereits in der KN zu lesen war hat die Stadt Kiel uns eine Fläche als Übergangslösung angeboten. Obwohl die Stadt uns gebeten hatte mit der Information nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, da es intern noch Klärungsbedarf gäbe, hat sie dann heute anscheinend selbst die KN informiert. Die Fläche um die es sich handelt ist eine Wiese, die direkt an den Aubrook angrenzt. Wir haben uns das Gelände angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es technisch unmöglich ist mit unseren Wagen dort zu stehen. Die Steigung der Wiese ist so stark, dass wir mit unseren Wagen wahrscheinlich umkippen, mindestens aber abrutschen bzw. im Matsch versinken würden, wenn es regnet. Wir hoffen das es bald eine alternative Lösung gibt und bleiben mit der Stadt im Gespräch.

Außerdem wollen wir uns für die kraftvolle Demo heute bedanken und hier nochmal unseren Redebeitrag online stellen.

Redebeitrag Die Stadt gehört uns allen-Schlagloch

Das wir heute hier zu so vielen auf die Straße gehen, nur 2 Wochen nachdem viele von uns in Hamburg heftige Polizeigewalt und Willkür erleben mussten, zeigt wie groß das Bedürfniss nach Freiräumen, nach Alternativen und vor allem nach Mitbestimmung ist. Es zeigt wie viele von uns sich Orte wünschen, die politische Selbstorganisation und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die also autonom sind. Orte, an denen wir abseits von Ausbeutung und dem ständigen Konkurenzkampf miteinander leben können.

Vor ca. 3 Monaten haben wir, die Wagengruppe Schlagloch, das ehemalige Kleingartengelände am Prüner Schlag besetzt. Hiermit haben wir auf die fehlgeleitete Kieler Stadtplanungspolitik aufmerksam gemacht, die hier einmal mehr wirtschaftliche Intressen den Bedürfnissen der Kieler*innen voran stellt und die Fläche für den Bau eines Möbel-Krafts verkauft hat. Auch haben wir mit der Besetzung den Mangel an emanzipatorischen Freiräumen aufgezeit und einen solchen Ort gemeinsam mit vielen anderen Kieler*innen geschaffen. Diese Fläche wird wohl nicht die einzige Kleingartenanlage bleiben, die dem Flächenversiegelungswahn der Stadt Kiel im Wege steht. In Planung ist bereits das nächste Mega-Projekt, die Südspange, eine vierspurige Schnellstraße die die A21/ B404 mit der B76 verbinden soll. Auch hier sind viele Kleingartenparzellen im Weg und sollen platt gemacht werden.

4 Wochen nach der Besetzung des Prüner Schlags wurden wir mit einem Räumungsbeschluss von einer Gerichtsvollzieherin und ca. 40 Cops unter Androhung einer gewaltsamen Räumung gezwungenn das Gelände zu verlassen. Die Kosten für dieses Verfahren werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach tragen müssen, die genaue Summe ist zwar noch unklar, sie wird sich aber mindestens im vierstelligen Bereich bewegen.

Daraufhin standen wir mangels Alternativen mit unseren Wägen 2 Wochen auf dem Seitenstreifen des Hasseldieksdammer Wegs. Hier wurde uns quasi zeitgleich zu einem Verhandlungsgespräch mit der Stadt vom Tiefbauamt der Stadt Kiel eine erneute Räumungsaufforderung zugestellt mit der Drohung unsere Wagen kostenpflichtig abzuschleppen.

Nachdem sich die Stadt nun doch bereit erklärt hatte mit uns zu verhandeln, mussten wir also wieder sehr kurzfristig umziehen und stehen seit dem übergangsweise mit unseren Wagen am Ende der Hofteichstraße. Nach einem erneuten Gespräch mit der Stadt ist nun klar, dass wir auch diese Fläche bald wieder verlassen müssen. Die Stadt Kiel führt derzeit eine Analyse aller in Frage kommenden Flächen durch und auch wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Ort an dem wir längerfristig bleiben können. Wir werden weiterhin mit der Stadt verhandeln und hoffen das sich bald eine geeignete Lösung findet.

Wir möchten uns auch bei allen, die uns solidarisch unterstützen und begleiten, die uns zur Seite stehen wenn wir nicht mehr weiter wissen, bedanken. Ein fettes Dankeschön an euch, ohne euch hätten wir die letzten 3 Monate nicht durchstehen können, ihr habt einmal mehr gezeigt, dass emanzipatorische Projekte von Solidarität leben und wir gemeinsam schaffen können, was allein unmöglich ist.

Darum wollen auch wir an dieser Stelle klar und deutlich sagen, linke Projekte werden bleiben, wir sind solidarisch miteinander und wir werden für den erhalt unserer Häuser und Wagenplätze kämpfen. Einer Regierung, die Kriege führt, Knäste baut, Menschen abschiebt und Polizeigewalt rechtfertigt können wir nur nahe legen ihr Verständniss von Gewalt zu reflektieren, anstatt die gesamte Linke abzustempeln.

In diesem Sinne werden wir weiter kämpfen, für Wagenplätze, für Hausprojekte, für die Freiheit und gegen Staat, Nation und Kapital.

Wir sind Viele und wir wollen alles!

Was bisher geschah…

Seit 2 Wochen sind wir jetzt in der Hofteichstraße und nun hier endlich eine Erklärung des Hergangs… 🙂

Nachdem wir, die Wagengruppe Prüner Schlag, die von uns besetzte Fläche der an Möbel Kraft verkauften ehemaligen Kleingartenanlage Prüner Schlag bereits am 29.5.2017 räumen mussten, parkten wir mit unseren Wagen etwas über zwei Wochen gegenüber auf dem Seitenstreifen des Hasseldieksdammer Wegs.

Am Mittwoch den 14.6.2017 war es dann soweit: Mitarbeiter*innen des Tiefbauamtes überreichten uns die Räumungsaufforderung, den Seitenstreifen bis spätestens 16Uhr des Folgetags zu verlassen. Das Ganze versehen mit einer ausführlichen, ordnungsrechtlichen Begründung. Wagenwohnen sei Campen, was man so nicht dürfe. Der Aufforderung nicht Folge zu leisten, wurde mit einem Geldfaktor von 10 000€ veranschlagt.

Zugegeben, es ist ein ausgesprochenes Kunststück einen 4 Meter breiten Parkstreifen zwischen einem Fahrradweg und einer Straße als Freiraum zu beleben und auf Dauer ist dieser kaum ausreichend für einen Wagenplatz. Um einen Wagenplatz als echten Freiraum, jenseits vom Kommerz-Gehabe und stattdessen mit Teilhabe für möglichst viele Menschen zu schaffen, braucht es natürlich mehr als einen Parkstreifen. Und den hätten wir uns so auch nicht ausgesucht! Dennoch, unser Aufenthalt auf dem Seitenstreifen veranschaulichte die bizarren Forderungen, die an uns von dem Unternehmen Möbel Kraft und der Stadt Kiel gestellt wurden: uns nach der Räumung des Prüner Schlags wieder aus der Sichtbarkeit in der Stadt Kiel gänzlich zu verkrümeln. Dies können und wollen wir nicht. Wir leben in unseren Wagen und verstehen uns als Gruppe, die gemeinsam einen Platz wünscht und braucht.

An dieser Stelle noch mal einen fetten Dank an solidarisch Gesinnte, aber auch an Kritiker, die die direkte Begegnung mit uns gewagt haben! Aber auch an diejenigen, die die Auseinandersetzung mit Möbelkraft auf ihre Weise noch aufgreifen!

Aber was nun sollte aus dem folgenden Tag, dem Donnerstag, werden? Ein schon zuvor vereinbarter Gesprächstermin mit einem Vertreter der Stadt um 14Uhr, bei dem es darum gehen sollte, wie es weiter gehen kann und dann aber gleichzeitig schon ein Räumungstermin zu um 16h? Wieder einmal wurden wir unter Druck gesetzt, unseren Ort zu verlassen, ohne eine Idee, wohin wir denn gehen sollten…

Wir entschieden uns dafür bereits Vormittags den Seitenstreifen mit unseren Wagen in Richtung Alte Meierei zu verlassen. Dort konnten wir für einen Tag parken. Ohne diese Gastfreundschaft der Meierei wäre es uns nicht einmal möglich gewesen, das Gespräch mit der Stadt Kiel wahrzunehmen, geschweige denn auszuwerten.

Das Gespräch mit dem Vertreter der Stadt Kiel verlief dann ziemlich pragmatisch. Es wurde dargelegt, dass nun eine Flächenanalyse in Auftrag gegeben wurde, in der brachliegende Flächen in Kiel daraufhin untersucht werden, ob sie für einen Wagenplatz geeignet seien. Der Amtsweg von einer Flächenanfrage bis zu konkreten Verhandlungen und dem politischen Entscheidungsprozess wurde vorgestellt und wir wiederum haben Eckpunkte umrissen, was der Wagenplatz Schlagloch für Rahmenbedingungen brauche. Wir gehen davon aus, dass wir dabei auch klarstellen konnten, dass es der Wagengruppe Schlagloch nicht darum geht, dem Sozialen Wohnungsbau Bauland zu entziehen, sondern eine Fläche zu finden die aus irgendwelchen Gründen für eine solche Nutzung gerade nicht in Frage kommt, aber durch einen Wagenplatz dennoch belebt und genutzt werden könnte. Wie erwarten nun, dass uns bis zur Sommerpause erste Ergebnisse der Flächenanalyse erreichen.

Da wir die Meierei ja nach einem Tag wieder entlasten wollten und mussten, haben wir einen Ort gesucht, wo wir in der Zwischenzeit, in der die Stadt sich mit Flächensuche beschäftigt, möglichst unaufgeregt parken können. Seit Freitag, den 16.6., parken wir nun also auf einem Seitenstreifen im Wendehammer der Hofteichstraße in Gaarden-Süd. Wir haben bei der Stadt angeregt, zu prüfen ob unser Parken hier geduldet werden kann und ob die benachbarte Brachfläche („Alter Tonberg“) als Übergangsgelände denkbar wäre.

So sind wir nun also in der Hofteichstraße und freuen uns auch hier weiterhin über Besuch, Teilnahme am öffentlichen Plenum, jeweils Dienstags um 19Uhr, oder der Küfa (Küche für Alle), jeweils Donnerstags ab 20Uhr. Für sonstige Veranstaltungen ist hier leider momentan kein Platz… Wir freuen uns aber natürlich schon jetzt darauf, wieder mehr Freiraum für alle bieten zu können, wenn wir woanders sind und dort dann hoffentlich bleiben können!

Schöne Grüße, eure Wagengruppe Schlagloch

Kiel, den 29.6.2017

Solidaritätserklärung Subrosa

Ende April entstand in Kiel mit der Besetzung des Kleingartengeländes Prüner Schlag ein großartiges Projekt. Eine Gruppe hat sich gefunden, um gemeinsam einen Raum zu gestalten, Ideen zu verwirklichen, eine nachhaltige Wohnform zu leben und einen offenen Ort für alle Menschen zu bieten. Binnen kürzester Zeit entstand ein vielfältig genutzter Raum für unkommerzielle Kultur, kritische Auseinandersetzung mit der (Stadt-)Politik und ein solidarisches Miteinander.
Die Stadt machte sehr schnell deutlich, wo ihr Schwerpunkt liegt. Statt den Bedürfnissen nach einem Wagenplatz der Kieler*innen nachzugehen, wurde das Schlagloch nach gut 4 Wochen geräumt. Seitdem sind die Bewohner*innen der Wagengruppe Schlagloch gezwungen auf wechselnden Standstreifen zu leben. Die Lösungsfindung von Seiten der Stadt schreitet nur schleppend voran. Es wird klar, dass die stadtpolitische Entwicklung ihren Fokus auf profitorientierte Großprojekte, wie neue Schwimmbäder, Hotels oder Möbelhäuser legt. Nicht aber auf bezahlbare, solidarisch gestaltete oder selbstverwaltete Wohnräume. Im Gegenteil wird gar behauptet, es gäbe ja bereits alternative Projekte in Kiel. Da dies zum Teil aber kommerzialisierte Orte sind und es keine Möglichkeit gibt dort zu leben, bringt dieser Hinweis niemanden voran.

Die Wagengruppe Schlagloch beweist, dass das kollektive Handeln und Entscheiden zu wunderbaren Ideen führt. Aus jahrzehntelanger Kollektiverfahrung wissen wir, dass die Debatten, die im Kollektiv stattfinden durch die vielen Perspektiven bereichernd, kreativ und einander unterstützend sind. Entscheidungen werden gemeinsam auf die Bedürfnisse aller achtend getroffen. Dies ist auch die Stärke der Wagengruppe Schlagloch, in der von Anfang an in einer gleichberechtigten Struktur kollektiv entschieden und gehandelt wurde.
In kollektiven Strukturen geht es um mehr als Profitorientierung, da gemeinsam Verantwortung getragen und übernommen wird – unabhängig der finanziellen Vergütung der getanen Arbeit. Es entsteht eine tiefe Verbundenheit dem Projekt und den anderen Kollektivmitgliedern gegenüber. Dies ist so wichtig in einem Kontext, in dem Lohnarbeit den Alltag beherrscht, als etwas Unabdingbares betrachtet wird und das kapitalistische Profitdenken bis ins Privatleben der Menschen vorgedrungen ist. Eine Quelle der Hoffnung für eine Alternative zu diesem ist die Wagengruppe Schlagloch.

Hiermit wollen wir als das Subrosa Kneipenkollektiv unsere tiefe Solidarität mit der Wagengruppe Schlagloch kundtun. Wir sind überzeugt davon, dass in der gemeinsamen Gestaltung von Räumen und Projekten Großartiges entsteht. Kiel braucht einen Freiraum, wie ihn die Wagengruppe entwickelt!
Von der Stadt fordern wir, der Wagengruppe Schlagloch einen dauerhaften Platz zur Verfügung zu stellen!

Unseren Freund*innen vom Schlagloch wünschen wir viel Kraft, Ausdauer und Kreativität.
Ihr macht das toll, macht weiter so!

Be careful with each other to be dangerous together

Schlagloch Loves Hofteichstraße – und Programm diese Woche

Wir stehen nach wie vor am Ende der Hofteichstraße im Wendehammer und uns gefällts gut! Eine genauere Erklärung mit dem, was die letzten Tage geschah, haben wir leider immernoch nicht formuliert, aber kommt noch… promise!

Ansonsten ist diese Woche das Programm hier eher ruhig. Die übllichen Termine:

Dienstag, 20.6. 19Uhr Öffentliches Plenum

Donnerstag, 22.6. 20Uhr KüFa (Küche für Alle)