Aktuelle Infos zu unserer Situation 13.6.2018

Wie die meisten mitbekommen haben, sind wir letzten Donnerstag den 7.6.  auf die Brachfläche in der Ernestinenstrasse in Kiel-Gaarden umgezogen. Leider bekamen wir direkt am nächsten Tag eine Räumungsaufforderung der Stadt Kiel zugestellt, die uns aufforderte die Fläche umgehend, spätestens aber zu Montag den 11.6. um 12 Uhr zu verlassen. Wir sind dieser Aufforderung nachgekommen. Obwohl es bis zum Baubeginn der Kita keine weitere Verwendung der Fläche gibt und sie für uns einen dringend benötigten, übergangsweisen, Wohnraum darstellen könnte, liegt diese Fläche nun wieder brach. Wir selbst stehen nun wieder am Strassenrand (momentan beim Freibad Katzheide) und fordern die Stadt auf, mit uns eine Lösung zu finden und sich nicht hinter einer Law und Order-Politik zu verstecken.

Die von der KN http://m.kn-online.de/Kiel/Wagengruppe-Schlagloch-Stadt-Kiel-droht-mit-Polizeieinsatz heraufbeschworene Eskalation in der Ernestinenstraße sah übrigens ungefähr so aus:

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8.6. Küfa und Kino

Morgen ab 20:00 Küfa und ab 21:30 open-air Kino bei uns in der Ernesteninenstraße. Gezeigt wird ein Film über „The Nail House“ – eine Hausbesetzung in China. Der Regisseur ist anwesend.

Kommt vorbei , wir freuen uns auf euch!

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Zwischennutzung der Brachfläche in der Ernestinenstraße durch die Wagengruppe Schlagloch

Nach einem Besuch des Tiefbauamtes an unserer vorübergehenden Bleibe in der Diedrichstraße, sind wir nun wieder umgezogen.

Vorgestern wurde uns mal wieder eine Räumungsaufforderung zugestellt – genauso wie zuvor an anderen Orten – wieder einmal aufgrund der „Sondernutzung“ des Parkstreifens ohne „Sondernutzungserlaubnis“.

Wir haben mit dem Abparken unserer Laster in der Diedrichstraße versucht, eine den Forderungen der Stadt entsprechende deeskalative Zwischenlösung zu finden, während wir uns mit ihnen in Verhandlungen bezüglich einer konkreten Fläche befinden.

Für uns ist das Wohnen am Straßenrand, ohne Rückzugsraum und mit dauerhaftem Lärmpegel, anstrengend und nerven-zehrend, dennoch halten wir es für wichtig, eine Einigung mit der Stadt Kiel zu erreichen.

Da wir aber anscheinend nicht unsichtbar genug waren, und die Situation für uns als Gruppe immer belastender wurde, haben wir uns entschlossen ,zurück in die Ernestinenstraße zu ziehen.

Diese Fläche hatten wir während unserer Aktionstage bereits besucht, um eine von vielen ungenutzten Brachflächen in der Stadt aufzuzeigen.

Auf der Fläche ist der Bau einer Kindertagesstätte geplant, der allerdings durch den selben bürokratischen Wahnsinn verzögert wird, gegen den auch wir kämpfen (s. Blogeintrag vom 13.5.2018).

Nach Rücksprache mit der Waldorf-Initiative, die die KiTA betreiben wird und dem zukünftigen Investor, die gegen eine Zwischennutzung unsererseits nichts einzuwenden haben, haben wir beschlossen die Fläche bis zum Baubeginn als Wagenplatz zu nutzen. Für uns zeigt diese Offenheit ganz deutlich, das der Zwischennutzung von bereits beplanten Flächen als Wagenplatz nur die Stadt im Weg steht.

Richtigstellung: Nach Rücksprache mit der Waldorf-Initiative schrieben sie uns folgendes: „Da das Grundstück weder uns noch dem Investor gehört, sondern der Stadt Kiel, können wir nur zur Kenntnis nehmen, wenn Ihr wieder in der Ernstinenstraße auf dem Grundstück der zukünftigen Kindertagesstätte seid“

Die Vorhaltung von ausreichend KiTa-Plätzen, ebenso wie anderen sozialen Einrichtungen ist Aufgabe der Stadt. Wir kritisieren das in dieser Stadt durchaus übliche Verfahren ebensolche Zuständigkeiten an private Investor*innen abzutreten und damit eine sozial-staatliche Aufgabe der neoliberalen Verwertungslogik auszusetzen. Denn es hat zur Folge, dass soziale Einrichtungen wie z.B. Kita‘s gezwungen sind wirtschaftlich zu handeln. Bereits in vielen sozialen Bereichen, wie z.B. durch die Privatisierung von Krankenhäusern, hat dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit und Qualität der Versorgung, ebenso wie auf die Arbeitsbedingungen der Care-Worker*innen. Der rapide Abbau von staatlicher Fürsorge, sei es in der Kinderbetreuung, bei der Versorgung älterer und oder gesundheitlich eingeschränkter Menschen, oder aber bei der Vorhaltung von bezahlbarem bzw. staatlich gefördertem Wohnraum, ist eine uns alle betreffende Problematik – so unterschiedlich unsere Lebenssituationen auch sein mögen. Wir finden es wichtig, sich über die persönlichen Bedürfnisse hinaus mit anderen zu verbünden, um der Rückentwicklung des Sozialstaats etwas entgegenzusetzen.

Das Projekt einer interkulturellen Waldorf-KiTa im Stadtteil Gaarden ist ein Beispiel dafür, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen versucht der Betreuungsproblematik etwas entgegenzusetzen. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, wie das Versagen des Sozialstaates durch zielstrebiges und kämpferisches Handeln kleiner Gruppen ausgeglichen werden kann und muss. Und dass es möglich ist, Alternativen zu schaffen und wichtige Projekte in unserer Stadt umzusetzen.

Dass die Initiative mit den selben bürokratischen Hürden zu kämpfen hat wie wir als Wagengruppe und wahrscheinlich viele andere kulturelle und soziale Projekte, die in dieser Stadt etwas anders machen möchten, zeigt deutlich welche Probleme die kapitalistische Stadtplanungspolitik verursacht: Wirtschaftsunternehmen müssen in dieser Stadt nicht jahrelang um Standorte kämpfen, sondern werden umworben – während dringend notwendigen Projekten Steine in den Weg gelegt werden.

Wir solidarisieren uns mit der KiTa- Initiative und fordern die Stadt auf, die bürokratischen Hürden für den Bau der KiTa schnellstmöglichst auszuräumen. Bis zum Baubeginn fordern wir eine Duldung der Zwischennutzung der Fläche in der Ernestinenstraße als Wagenplatz.

Wir freuen uns über die Möglichkeit zum Austausch und auf gemeinsame Aktionen mit der KiTa-Gruppe und den Anwohner*Innen der Ernestinenstrasse!

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Leben am Straßenrand Diedrichstraße und KuchenCorner

Seit wir den Bremerskamp verlassen haben, parken einige von uns am Straßenrand in der Diedrichstraße ( 54°17’59.9″N 10°08’18.9″E , vom Theodor-Heuss-Ring bei Mr. Wash abgehend) in Gaarden.

Grund dafür ist, dass wir uns mit der Stadt in konkreter Verhandlung bezüglich einer Privatfläche befinden. Diese wurde uns zur Pacht von den Eigentümer*innen angeboten. Wir wollen nun etwas abwarten, damit die bürokratischen Hürden, die dem Vertrag momentan noch im Wege stehen, aus dem Weg geräumt werden…

Die Situation ist denkbar bescheiden. Menschen, die uns z.B. letztes Jahr mal am Seitenstreifen besucht haben, wissen vermutlich wovon wir sprechen. Scheisse ist für uns auch, dass wir über mehrere Orte verteilt sind, weil – mangels Zugfahrzeug – nicht alle so mobil sind, dauernd umziehen zu können.

Trotzdem machen wir das Beste draus und haben beschlossen, ab sofort wieder mindestens einmal im Monat einen öffentlichen Anlaufpunkt zu bieten:

Los geht’s am Sonntag, 3.6., 15Uhr mit einem KuchenCorner auf dem Gleisdreieck, gegenüber unseres Stellplatzes ( 54°17’54.2″N 10°08’13.5″E ). Wer Interesse an einem guten Schnack, leckerem Kuchen, Infos was das Schlagloch so macht oder wie mensch sich einbringen kann, hat: komm vorbei   🙂

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MIETENmove! – Hamburg – 2.6.

Wir rufen dazu auf, am 2.6. nach Hamburg zum

MIETENmove!

zu fahren!

13Uhr, Spielbudenplatz

Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen, um zu zeigen: Wohnen ist kein Individualproblem! Spekulation, Gentrification, Leerstand usw funktionieren überall ähnlich!

Und nicht zu vergessen: Solidarität mit dem Wagenplatz Zomia​!

 

Aufruf aus Hamburg:

MIETENmove!

Demonstration für eine solidarische & soziale Wohnraumpolitik

Der Mietenwahnsinn nimmt in Hamburg immer schlimmere Ausmaße an. Große Immobilienkonzerne kaufen ganze Wohnhausblöcke und verlangen Quadratmeterpreise in astronomischen Höhen. Andere Immobilienunternehmen und Privatvermieter*innen ziehen nach – die Mietspirale dreht sich immer weiter. Die Folgen sind dramatisch: Normalverdiener*innen und erst recht Geringverdiener*innen können sich eine Wohnung in der Stadt kaum noch leisten. Die Wohnungssuche ist für viele längst zum nicht enden wollenden Albtraum geworden. Geflüchtete und Wohnungslose leben über viele Jahre ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten in eigentlich nur zur temporären Unterbringung gedachten Camps und Wohnunterkünften.

Lange Zeit konnte der Rotgrüne-Senat die Gemüter in der Stadt ein wenig beschwich- tigen. Zwar änderte sich am Anstieg der Mieten nichts – auch nicht bei der stadt- eigenen Wohnungsgesellschaft SAGA. Allerdings wirkte die Wohnungsbauoffensive des Senats als ein Trostpflaster und Hoffnungsschimmer. Gleichzeitig wird das gerne angeführte Argument des so genannten Trickle-Down-Effekts, also der Entlastung des Wohnungsmarktes durch Neubau von Wohnungen, dazu genutzt, alternative Wohnformen und linke Wohn- und Veranstaltungsorte wie z. B. die Villa Dunkelbunt oder den Wagenplatz Zomia aus der Stadt zu verdrängen. Das der Trickle-Down- Effekt ein Scheinargument ist und die Mieten eben nicht einfach durch Neubau von Wohnungen sinken, ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen: Die Wohnungspolitik des Senats ist gescheitert! Es ist unsere Stadt! Und es muss etwas passieren! Wir lassen nicht zu, dass die rot-grüne Regierung und Immobilienunternehmen Hamburg zur exquisiten Zone für Besserverdienende machen! Wir wollen Druck machen für eine andere Politik!

Wir wollen ein Zeichen setzen für eine Wohnungspolitik, die endlich aufhört, sich an den Gewinninteressen der Immobilienwirtschaft zu orientieren.

Wir wollen eine Wohnungspolitik, die die Möglichkeiten, auf Kosten der Bewohner*- innen dieser Stadt mit Immobilien Geschäfte zu machen, drastisch einschränkt.

Wir wollen wirklichen sozialen Wohnungsbau.

Wir wollen, dass kleinteiliges Gewerbe für den Bedarf von Anwohner*innen gefördert und geschützt wird.

Wir wollen, dass die Stadt aufhört, auf den Zuzug von Besserverdienenden und die Steigerung der Attraktivität für Tourist*innen zu schielen.

Quelle: https://www.facebook.com/events/217989232306193/

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Stellungnahme zum Stadtgespräch am 15.05

Im folgenden Text soll die Sicht der Wagengruppe Schlagloch auf das letzte Gespräch mit Vertreter*innen der Stadt Kiel, bezüglich der Suche nach einer geeigneten Fläche für unseren Wagenplatz, dargelegt werden. Circa eine Woche vor dem Gespräch hatten wir fristgerecht unser Winterquartier in Wellsee verlassen und begonnen, symbolisch Flächen aufzusuchen, die eine Anschlusslösung für den Wagenplatz darstellen könnten…

Auch wenn unsere Zielsetzung für das Gespräch eine andere war, galt es zunächst grundsätzliche Dinge zu klären. So scheint es den Vertreter*innen der Stadt schwer zu fallen, zu akzeptieren, dass sie mit uns als Gruppe und nicht mit Einzelpersonen in Verhandlung stehen. Auch die Bedeutung des Wortes Besetzung wird offensichtlich unterschiedlich wahrgenommen. Mit den Aktionen der letzten Wochen haben wir durch vorübergehende Präsenz auf verschiedenen Flächen, die unsererseits vorher ausdrücklich kommuniziert wurde, auf Missstände und unsoziale Fehlplanungen der Stadt Kiel in Bezug auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums hingewiesen. Gleichzeitig haben wir immer wieder die Möglichkeit der Zwischennutzung von Flächen als Wagenplatz betont. Diese Aktionen stellen für uns keine Besetzungen dar! Selbst die Cops fühlten sich bei ihrem kurzen Besuch an der Ernestinenstraße nicht zuständig und verwiesen auf die Zuständigkeit des Ordnungsamtes. Unseres Erachtens nach wird das Wort Besetzung von der Stadt an der Realität vorbei als politischer Kampfbegriff verwandt. Auch wenn wir selbstverständlich begrüßen, dass Vertreter*innen der Stadt unseren Blog verfolgen, fänden wir es gut, wenn die Texte dann auch bis zum Ende gelesen werden würden.

Trotz der unsererseits klaren Kommunikation, meint die Stadt, wir wären nicht nur unzuverlässig, sondern würden die viele Arbeit ihrerseits nicht genügend wertschätzen. Auf die Ergebnisse dieser Arbeit möchten wir nun eingehen: Für alle elf von uns vorgeschlagenen Flächen sowie für 29 weitere Flächen aus dem Wohnbauflächenatlas (siehe Blogeintrag vom 05.03.18) gibt es verwaltungstechnische Gründe, die gegen eine Nutzung durch uns sprechen. Viele davon erscheinen uns als vorschnelle Einschätzungen, wie z.B. Außenbezirksregelungen (Flächen, die nicht als Wohnflächen genutzt werden dürfen) und Waldabstände. Für das Winterquartier in der Edisonstraße wurden schließlich auch Regelungen gefunden, die nicht in die Verwaltungsschubladen passen. Im Großen und Ganzen scheinen die Möglichkeiten der Verwaltung, Flächen für eine Nutzung durch einen Wagenplatz zu prüfen, erschöpft. Unsere Demo und die darauf folgenden Aktionen werden uns als Abweichung von einem Vertrag ausgelegt, den wir bis zum Ende eingehalten haben und dessen Verlängerung bei Vertragsabschluss im August 2017 kategorisch ausgeschlossen wurde. Nun wird das Gegenteil angeboten, um jede unserer Aktionen, als Verlassen des vertraglichen Weges zu delegitimieren. Auf Grund unserer Aktionen, die der Stadt so sehr missfallen, sieht die Stadtverwaltung sich nun scheinbar nicht mehr in der Pflicht, mit uns an einer Lösung zu arbeiten.

Wir fordern die Verwaltung auf, kreative Lösungen/Möglichkeiten zu suchen und sich nicht hinter den Schreibtischen zu verstecken. Wir und unsere Anliegen werden nicht verschwinden, nur weil die Stadt keine freien Vakanzen hat und versucht uns zu ignorieren. Auf die Frage was wir ihrer Meinung nach nun tun sollten, kamen Phrasen wie: „keine städtischen Flächen besetzen“, „keine Ordnungswidrigkeiten oder Sachbeschädigungen begehen“. Wo wir unterdessen bleiben sollen, bleibt dabei völlig unbeachtet. Die Entscheidung, wie zielführend diese Vorschläge sind, trauen wir allen Leser*innen selbst zu.

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Destination unknown

Wie von vorneherein angekündigt haben wir gestern den Bremerskamp verlassen, denn auch hier sollte nur symbolisch auf die Fläche hingewiesen werden und gezeigt werden, wie schön ein Wagenplatz dort möglich wäre…

Derzeit parken wir erstmal ruhig irgendwo und sammeln unsere Kräfte. Diese Woche Action war super und hat uns viel Spaß gemacht mit euch! Aber es ist auch anstrengend das ganze Privatleben permanent im Öffentlichen zu haben.

Also: ihr hört bald wieder von uns!

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Wagenplatz an der Uni !

Bremerskamp

54°20’55.7″N 10°06’28.1″E

Die Wagengruppe Schlagloch ist nach ein paar schönen Tagen in Gaarden in den Bremerskamp direkt bei der Uni  (gegenüber der Olshausenstraße 75) gezogen. Wir wollen hier auf eine weitere Brachfläche der Stadt Kiel hinweisen, die als Wagenplatz genutzt werden könnte. Hier sollte eine Unterkunft für geflüchtete Menschen entstehen, die aufgrund der beschissenen EU-Grenzpolitik nun nicht mehr von Nöten ist. Seitdem gibt es keine konkreten Pläne zu der Fläche.

Wir werden bis Mittwoch hier bleiben und laden alle Interessierten für morgen ab 14 Uhr ein. Kommt vorbei auf Bier, Kaffee oder nur zum Plauschen.

 

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Fixer Abschied aus der Ernestinenstr.

Moin zusammen!

Nach unserer kurzen Aktion am Rathausplatz haben wir uns nach dem Besuch von Team Grün entschlossen den Platz selbstständig und fix zu raümen um Repressionen aus dem Weg zu gehen. Trotzdem nervt es uns ständig dieselbe Diskussion mit den Cops führen zu müssen. (Nein, wir haben keine Chef*innen!)

Da wir trotzdem einen Platz brauchen, um die Wagen abstellen zu können und weil unser Konzept, für die derzeitigen Aktionen lautet, sichtbar zu sein, um auf die verfehlte, konzeptlose und unsoziale Flächen- und Wohnungspolitik der Stadt Kiel aufmerksam zu machen, sind wir an die brachliegende Fläche in der Ernestinenstraße gezogen. Diese schien uns exemplarisch gut geeignet um auf den Ausverkauf städtischer Flächen hinzuweisen, denn laut Aussage der Stadt wurde diese vor kurzem , im Zuge einer „Private Public Partnership“ an eine*n Investor*in verkauft. Nachdem wir seit Freitag diese Brache mit Leben füllen, sind wir in einige sehr interessante Gespräche mit Anwohner*innen verwickelt worden, die den Sachverhalt für uns nun in einem anderen Licht erscheinen lässt. An dieser Stelle nochmal ein deutliches Dankeschön für die vielen tollen Gespräche!

Ganz offensichtlich sind die Informationen, über die unsere Gesprächspartner*innen bei der Stadt verfügen, nicht besonders aktuell oder uns wurden bewusst Informationen vorenthalten. Denn die Fläche ist noch nicht verkauft, sondern soll erst verkauft werden, um auf diesem Gelände einen integrativen Waldorfkindergarten entstehen zu lassen, der die Lücke von 300 fehlenden Betreuungsplätzen in Gaarden um 80 kleiner werden lassen könnte. Die Bodenproben sind scheinbar unproblematisch, der Förderverein hat sich bereits mit eine*r Investor*in geeinigt. Einzig das Tiefbauamt stellt sich mit Verweis auf die angeblich mangelhafte Parkplatzsituation quer und verhindert den Bau eines wichtigen Projekts für den Stadtteil Gaarden, dessen Eröffnung bereits für 2018 geplant war. Nach einem kurzen Blick auf unseren Kalender erscheint uns dieses Ziel nicht realistisch und wir finden: für fünf Lkw ist hier am Straßenrand momentan Platz, warum nicht auch für mehrere Pkw? Wir wollen der Stadt und dem Tiefbauamt keine Steilvorlage für weitere Ausreden liefern, um das Projekt des Fördervereins, mit dem wir uns ausdrücklich solidarisch erklären, weiter zu verschleppen. Die Bürokratie mag langsam und träge sein, wir sind es nicht!

Darum ziehen wir heute weiter…

Checkt weiterhin den Blog, wir sehen uns wieder!

Wagengruppe Schlagloch, vielleicht bald auch in deiner Nachbarschaft!

 

Hier eine Stelungnahme der Waldorf-Ini:

http://waldorf-gaarden.de/2018/05/12/ueberraschungsbesuch-auf-dem-kita-gelaende/

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Brachflächen markiert!

Wir sind weiterhin in der Ernestinenstraße und bleiben aber aktiv in der Stadt!

Es gibt in dieser Stadt viele Brachflächen, die genutzt werden könnten. Die Stadt findet aber immer wieder fadenscheinige Ausreden… Heute wurden 2 dieser Flächen markiert:

Kuckucksweg                                                                54°17’57.9″N 10°09’50.3″E

Seit vielen Jahren brachliegende Fläche am Kuckucksweg, nahe Preetzer Straße, runter Richtung Langsee (Kiel-Elmschenhagen). Die Fläche wurde in den 90ern mal kurzfristig von einer Wagengruppe besetzt, aber sofort wieder geräumt. Die Wagengruppe Schlagloch befand sich im Sommer 2017 mit der Stadt Kiel im Gespräch über eine Nutzung. Laut Aussage der Stadt ist die Fläche durch die vorherigen Nutzer*innen stark kontaminiert worden. Es gäbe wohl immer noch einen Streit um die Kosten für eine Säuberung. Dies sei der Grund für das jahrzehntelange brachliegen. Um eine Dekontamination wird sich von keiner Seite bemüht. Dadurch bleibt die Fläche unbenutzbar.

Ein Wagenplatz könnte diese Fläche kurzfristig beleben und gleichzeitig Wohnraum schaffen!

Wir fordern: Brachland zu Wagenplatz!

 

Prüner Schlag                                                                54°19’10.9″N 10°06’22.3″E

Ehemaliges Kleingartengebiet zwischen A7/B76/Westring/Hasseldieksdammer Weg (Kiel-Südfriedhof). Trotz massivem Protest und einem Bürgerbegehren, in dem 47,5% der Kieler*innen dagegen stimmten3, wurde das Gelände geräumt und an Möbel Kraft für die Errichtung eines riesigen Möbelmarktes verkauft. Seitdem liegt das Gelände größtenteils brach. Die Wagengruppe Schlagloch besetzte im April 2017 einen Teil des Geländes, wurde nach genau einem Monat geräumt und musste nun ca. 3200€ Strafe an Möbel Kraft zahlen. Eine Zwischennutzung, solange das Gelände brachliegt, wurde sofort unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt.

Wir stellen uns entschieden gegen den Ausverkauf sämtlicher städtischer Flächen und damit das Erzeugen von Spekulation und jahrelangem Brachliegen. Diese Stadt braucht städtischen bezahlbaren Wohnraum!

Ein Wagenplatz ist eine solche Möglichkeit und könnte auch diese Fläche kurzfristig beleben und gleichzeitig Wohnraum schaffen!

Wir meinen:

Kiel.Failing.City.

– Ausverkauf beginnt hier!

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